
Vechtaer Literaturpreisträgerin Maja Hohenberg aus Berlin gewinnt Nachwuchsfilmpreis in Rio de Janeiro
Lang lebe das Internationale Uranium Film Festival
Die Preisträgerin des 6. Vechtaer Jugendliteraturpreises, Maja Hohenberg aus Berlin, hat nun den Nachwuchsfilmpreis des 15. Internationalen Uranium Film Festivals von Rio de Janeiro für ihren poetischen Dokumentarfilm „Albraum“ erhalten. Die Preisverleihung fand am Samstag, den 30. Mai 2026, in der Cinematheque des renommierten Museums für Moderne Kunst (MAM Rio) statt.
In „Albraum“ begibt sich die multimediale Filmemacherin und Lyrikerin auf die Suche nach den Spuren ihres Urgroßvaters, der in den 1950er Jahren in der Wismut, der damals drittgrößten Uranmine der Welt, arbeitete und in der Folge an Lungenkrebs starb.
Die weiteren Preisträger des 15. Internationalen Uranium Film Festivals von Rio de Janeiro kommen aus Brasilien, Kanada, Spanien und den USA.
Stimmen der Preisträger aus Kanada, USA, Deutschland und Brasilien
„Für mich ist das Internationale Uranfilmfestival eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt, weil es die Öffentlichkeit für die Gefahren der Atomkraft sensibilisiert. Es ist ein Festival, das sich für eine sicherere Welt einsetzt. Daher bin ich zutiefst berührt und fühle mich geehrt durch die Auszeichnung, die mir das Festival verliehen hat. Für mein Team und mich ist dies die bedeutendste Anerkennung unserer Arbeit. Mein herzlicher Dank gilt der Jury und allen Beteiligten des Uranium Filmfestivals.“ Alain Vézina, „The Atomic Screen“, Kanada
„Das diesjährige Uranium Film Festival war für mich sehr eindrucksvoll. Unser Film gehörte zu den vielen, die die gravierenden Folgen von Atomwaffen und Atomenergie aufzeigten. Dennoch war es ein Fest. Ich hatte viel Spaß und bin inspiriert, da ich weiß, dass ich mit Künstlern auf der ganzen Welt verbunden bin, denen diese Themen am Herzen liegen.“ Zoe Gordon, „The Moth“, Kanada
„Wir fühlen uns zutiefst geehrt, dass Bombshell beim Uranium Film Festival als bester investigativer Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Diese Anerkennung bedeutet uns besonders viel, da das Festival seit Langem Filme fördert, die sich mit dem Atomzeitalter und seinen anhaltenden Folgen auseinandersetzen. Bombshell erzählt die bemerkenswerte Geschichte von Journalisten, die die Geheimhaltung aufbrachen und in einem entscheidenden Moment der Geschichte wichtige Informationen an die Öffentlichkeit brachten. Ihre Arbeit erinnert uns daran, dass investigativer Journalismus für die Demokratie unerlässlich ist, insbesondere dann, wenn Regierungen und mächtige Institutionen unbequeme Wahrheiten lieber verbergen würden. Dieser Preis gebührt den vielen Historikern, Journalisten und Beteiligten, die dazu beigetragen haben, diese Geschichte zum Leben zu erwecken. Wir danken der Jury und dem Publikum des Uranium Film Festivals für die positive Resonanz auf den Film und dafür, dass sie weiterhin wichtige Gespräche über Atomfragen, Verantwortlichkeit und die Rolle einer freien Presse anregen. Vielen Dank für diese große Ehre.“ Ben Loeterman, Regisseur, Produzent und Drehbuchautor von „Bombshell“, USA
„Im Namen unseres gesamten Teams möchte ich dem Uranium Film Festival unseren aufrichtigen Dank für die Auszeichnung unseres Films `Bombshell´ mit dem Preis für den besten investigativen Dokumentarfilm aussprechen. Als Filmemacher war es unser Ziel, nicht nur eine packende historische Geschichte zu erzählen, sondern auch den Mut der Journalisten hervorzuheben, die davon überzeugt waren, dass die Öffentlichkeit ein Recht auf Information hat. Ihr unermüdliches Streben nach der Wahrheit ist auch heute noch relevant, da präzise Informationen und unabhängiger Journalismus für eine fundierte öffentliche Debatte unerlässlich sind. Wir fühlen uns geehrt, dass unser Film beim Uranium Film Festival, dessen Engagement für die Reflexion #der menschlichen, politischen und ökologischen Dimensionen des Atomzeitalters wichtiger denn je ist, ein Zuhause gefunden hat. Wir teilen diese Anerkennung mit allen, die zum Film beigetragen haben, und mit dem weltweiten Publikum, das sich mit seiner Botschaft auseinandergesetzt hat. Vielen Dank, dass Sie dazu beigetragen haben, diese Geschichte und ihre anhaltende Relevanz zu verbreiten.“ Gaia De Simoni, Produzentin von „Bombshell“, USA
„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung als Nachwuchsfilmer/in 2026 für meinen Film ‚Albraum‘. Das ist eine große Motivation für mich. Es war eine bereichernde Erfahrung, den Film auf dem Uranium Filmfest in Rio de Janeiro präsentieren und mit anderen darüber diskutieren zu können. Das ist das einzige Filmfest, das sich ausschließlich mit den verschiedenen nuklearen Gefahren auseinandersetzt und bietet somit eine wichtige Plattform für den Austausch von Ideen zu diesem Thema. Herzlichen Dank für Ihr unglaubliches Engagement!“ Maja Hohenberg, Regisseurin von „Albraum“, Deutschland
„Wir freuen uns sehr über die lobende Erwähnung (Honorable Mention) unseres Films und sind dafür sehr dankbar. Sie ist ein besonderes Geschenk für uns, denn sie kommt von einem Festival, das auf humanistischen Ideen und Zielen basiert – in einer Zeit, in der die Interessen unmittelbarer technokratischer Macht im Vordergrund stehen. Diese lobende Erwähnung ist für uns, die wir den Film über den Atombombenüberlebenden (Hibakusha) Herrn Morita Takashi aus Hiroshima gedreht haben, von großer Bedeutung. Er starb im Alter von 100 Jahren bei klarem Verstand und setzte sich aufrichtig für eine friedliche Welt ein. Deshalb gebührt die Auszeichnung des Festivals auch ihm und allen Hibakusha, den Opfern eines von Menschen verübten Gewaltakts. Das Festival, das mit der überschäumenden Freude eines Teams mit ansteckendem jugendlichem Elan in Rio stattfand, wird mir immer in Erinnerung bleiben. Lang lebe das Internationale Uranium Film Festival!“ Joel Yamaji, Drehbuchautor und Regisseur von „Alma Errante - Hibakusha!“, Brasilien
ÜBER DAS FESTIVAL
Seit 15 Jahren sensibilisiert das Internationale Uranium Film Festival (IUFF) für die Risiken der Atomkraft und setzt sich mit unabhängigen Filmen und Expertenrunden aus aller Welt für die nukleare Abrüstung ein. Im Oktober 2024 wurde es vom Hollywood MovieMaker Magazine zu einem der „25 coolsten Filmfestivals der Welt 2024“ gekürt. Und 2025 erhielten die Festivalgründer Márcia Gomes de Oliveira und Norbert Suchanek in New York den renommierten „Nuclear-Free Future Award“ in der Kategorie Bildung. Das Festival richtet sich in Rio de Janeiro insbesondere an die junge Generation. Sie ist unsere Zukunft, und wir Älteren tragen die Verantwortung. Wir müssen den Staffelstab weitergeben – für eine sicherere, gesündere und gerechtere Welt.
„Man hat selten zwei Menschen gesehen, die so viel leisten wie das Lebens- und Projektpartnerpaar Márcia Gomes de Oliveira und Norbert Suchanek, die in enger Zusammenarbeit mit Aktivisten weltweit das Internationale Uranium Film Festival veranstalten. Das Festival hat seinen Höhepunkt in Rio de Janeiro, tourt aber auch ausgiebig durch die USA und besucht Regionen, die von der Uranindustrie betroffen sind. Unweigerlich fragen sich viele, ob es genug Filme zu diesem Thema gibt, um ein solches Festival zu rechtfertigen. Die Antwort lautet: Ja. Denn das Thema ist weitreichend und betrifft alle 50 US-Bundesstaaten sowie viel mehr Teile der Welt, als den meisten bewusst ist. Von der Navajo Nation über Las Vegas bis Chicago und vielen Orten dazwischen bringt dieses dynamische DIY-Kunst-, Aufklärungs- und Aktivismusprojekt Menschen zusammen und schafft einen Raum der Unterstützung, Aufklärung, gemeinsamen Empörung und des gemeinsamen Feierns. Das Uranium Film Festival ist ein erfrischendes Beispiel dafür, was Aktivismus und Engagement sein können: inklusiv, umfassend und mitreißend.“ Hadley Austin, MovieMaker Magazine
Da das Uranium Film Festival im Gegensatz zu anderen Filmfesten nicht von großen Unternehmen gesponsert wird, ist es auf Spenden angewiesen. Um den Fortbestand des Festivals zu sichern, freuen wir uns über jede Unterstützung von allen, die es sich leisten können. Spenden Sie via PayPal an info@uraniumfilmfestival.org
Kontakt
Norbert Suchanek & Márcia Gomes de Oliveira
Gründer und Direktoren des International Uranium Film Festivals (IUFF)
E-Mail
norbert.suchanek@ uraniumfilmfestival.org
uraniofestival@ gmail.com
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Press Release links / All Awards
Foto: Uranium Film Festival 2026 / Museum für Moderne Kunst - Foto von Norbert Suchanek




