Uranium Film Fest Tag in Berlin 2026

Final Picture Movie
Still des deutschen Spielfims "Final Picture"

 

Uranium Film Festival-Tag in Berlin am Sonntag, 11.10.2026

Das Internationale Uranium Film Festival (IUFF) & die Internationale Koalition zum Verbot von Uranwaffen (ICBUW) laden am Sonntag, den 11. Oktober 2026, um 18 Uhr zu „Film & Talk About Nukes“ ins Lichtblick-Kino in Prenzlauer Berg ein. Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro

"Wir sind stolz darauf, dass wir das Internationale Uranium Film Festival (IUFF) bereits zehnmal von 2012 bis 2025 nach Berlin bringen konnten, und feiern das mit einem IUFF-Tag am 11. Oktober im Lichtblick-Kino in Berlin-Prenzlauer Berg mit preisgekrönten Filmemachern, Aktivisten und atomaren Experten", so ICBUW-Sprecher Manfred Mohr. Der Uranium Film Fesival-Tag in Berlin sowie das Festival in Düsseldorf am 17. Oktober stehen unter dem Hintergrund der sich verschärfenden heutigen atomaren Bedrohung. „Es gibt keine größere Verpflichtung, als die Katastrophe eines Atomkriegs zu verhindern", erklärten im vergangenen Jahr 129 Nobelpreisträger. Und  in der vergangenen Juli verabschiedeten „Erklärung von Rom“ warnt die Versammlung von Nobelpreisträgern zu Künstlicher Intelligenz (KI) and Atomkrieg: „Die Menschheit steht an einem entscheidenden Wendepunkt ihrer Geschichte. KI-Programme, die in nukleare Waffensysteme integriert sind, lassen in Krisensituationen kaum Zeit für menschliche Urteilsbildung oder ersetzen diese sogar gänzlich.“  (Pressemitteilung!)

Festival Programm Berlin Lichtblick-Kino

18 Uhr 

ALBRAUM 

Deutschland, 2026, Regie: Maja Hohenberg, Poetischer Dokumentarfilm, 24 Min.
 
In „Albraum“ begibt sich die multimediale Filmemacherin und Lyrikerin auf die Suche nach den Spuren ihres Urgroßvaters, der in den 1950er Jahren in der ostdeutschen Wismut, der damals drittgrößten Uranmine der Welt, arbeitete und in der Folge an Lungenkrebs starb. Die Wismut in Sachsen und Thüringen lieferte Uran für die Atombomben der Sowjetunion.  
 
Maja Hohenberg erhielt für „Albraum“ den Nachwuchsfilmpreis des 15. Internationalen Uranium Film Festivals von Rio de Janeiro 2026. „Maja Hohenbergs Dokumentarfilm unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Filmen des diesjährigen Uranium Film Festivals in Rio de Janeiro. Ein Experiment mit Bildern, Film und moderner Poesie“, sagt die Festivaldirektorin Márcia Gomes de Oliveira. „Eine sensible, poetische Auseinandersetzung mit dem Erbe ihres Großvaters und des Uranabbaus der Wismut. Albraum und Majas Präsenz begeisterten vor allem das junge Publikum in Rio.“
 
Die Berlinerin Maja Hohenberg wird ihren Film in Berlin persönlich präsentieren. Sie ist außerdem Preisträgerin des 6. Vechtaer Literaturpreises, studierte Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim und jetzt Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. 
 

ASCHE AUS DEM SOMMERHIMMEL – WER SIND „HIBAKU ERFAHRENE“? (Original: Natsuzora no Hai 夏空の灰)

Japan, 2023, Regie: Keiko Furukawa, Produktion: NBC (Nagasaki Broadcasting Co.,Ltd.), 48 Min, Japanisch mit deutschen Untertiteln
 
Dieser Film begleitet die Atombombenopfer von Nagasaki, die in Japan „Hibaku-Erfahrene“ genannt werden. Es handelt sich hierbei um Überlebende, die offiziell nicht als Strahlenopfer anerkannt vom Staat werden. Sie gelten lediglich als psychisch Erkrankte aufgrund  des traumatischen Erlebnis der Atombombenexplosion. Die „Hibaku-Erfahrenen“ berichten jedoch, dass sie, genauso wie diejenigen, die als „Hibakusha“ anerkannt sind, von klebrigem, schwarzem Regen und großen Mengen Asche getroffen wurden und unter Symptomen wie Nasenbluten, Haarausfall und Durchfall litten. Sie erzählen, dass sie sich von mit Asche verunreinigtem Wasser, Gemüse und Reis ernährten und dass ihre Familienangehörigen und Nachbarn nacheinander an Krebs starben.
 
Im Anschluß: Filmgespräch mit Filmemacherin Maja Hohenberg, der Übersetzerin des japanischen Films,Yu Kajikawa sowie Prof. Manfred Mohr.
 

20 Uhr 

FINAL PICTURE

Deutschland, 2012, Regie: Michael von Hohenberg, Produktion: Jugendfilmprojekte Oberfranken e.V., Co-Produktion: White-Lake-City Filmproduktion, Produzentin: Jutta Jahreis, Cast: Nadine Badewitz, Julian Bayer, Hubert Burczek, u.a, Spielfilm, 92 Minuten.
 
Die Krise im Nahen Osten eskaliert und zieht die Weltmächte in einen furchtbaren Atomkrieg. Zwar fallen auch in Europa nicht überall die Bomben, doch die Strahlung ist allgegenwärtig. In Tannenstadt, einer Kleinstadt in einem Mittelgebirge versuchen die Menschen im örtlichen Zivilschutzbunker Zuflucht zu finden. Frank und Carolin, ein junges Paar hingegen folgen dem ehemaligen Soldaten Peter in den Bunker einer verlassenen Militärbasis. Beide Gruppen müssen sich auf ihre Weise mit der Situation arrangieren und auftretende Probleme lösen. Doch ist ein Leben außerhalb der Schutzanlagen überhaupt noch möglich?
 
„Final Picture“ erhielt 2013 den Publikumspreis der Grenzfilmtage Selb und  2014 den Preis als bester Spielfilm (Student Production) des Internationalen Uranium Film Festivals von Rio.
 
Im Anschluß Filmgespräch mit Michael von Hohenberg, Hubert Burczek, Prof. Manfred Mohr und  Get-Together im Kinofoyer.
 

 
 
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Festivalorganisation

 

Veranstaltungsort

Lichtblick-Kino
Das Programmkino im Prenzlauer Berg.
Kastanienallee 77, Tel. 030 - 44 05 81 79
 
Produktion & Fundraising
 
Jutta Wunderlich
uraniumfilmfestivalberlin @ gmx.de
 
Festivaldirektoren 
 
Márcia Gomes de Oliveira
uraniofestival @ gmail.com
 
Norbert G. Suchanek
norbert.suchanek @ uraniumfilmfestival.org

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