Programm Berlin 2017
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INTERNATIONAL URANIUM FILM FESTIVAL BERLIN 2017

VORLÄUFIGES PROGRAMM  10./11. bis 15. Oktober 

(Spielplan kann sich noch etwas ändern)

Mittwoch, 11.10. 2017 - Kino in der KulturBrauerei  

19.00 - 22.00 Uhr - Eröffnung

LUCENS

Schweiz, 2015, Regisseur Marcel Barelli, Produktion Nicolas Burlet, Nadasdy film und RSI Radiotelevisione svizzera. Animation, 7 min, deutsche Untertitel.  

Die Geschichte des ersten Kernkraftwerks 100 Prozent aus der Schweiz … aber auch des letzten schweizerischen Atomkraft-werks.  Bester Trickfilm Uranium Film Festival 2016. www.lucensfilm.blogspot

Als die Sonne vom Himmel fiel 

Schweiz/Japan 2015, Regie Aya Domenig , Dokumentarfilm, 78min, Japanisch/Deutsch

Auf den Spuren ihres verstorbenen Großvaters, der nach dem Abwurf der Atombombe 1945 als junger Arzt im Rotkreuzspital von Hiroshima gearbeitet hat, begegnet die Regisseurin einem ehemaligen Arzt und einer Krankenschwester, die Ähnliches erlebt haben wie er. Zeit seines Lebens hat ihr Großvater nie über seine Erfahrungen gesprochen, doch durch die große Offenheit ihrer Protagonisten kommt sie ihm näher. Als sich am 11. März 2011 in Fukushima eine neue Atomkatastrophe ereignet, nimmt ihre Suche eine neue Wendung. Filminfo: https://www.alsdiesonnevomhimmelfiel.com

Donnerstag, 12.10.

18.00 - 20.00 Uhr 

Nuclear Cattle 

Japan, 2016, Regie: Tamotsu Matsubara, Produktion Power-i Inc, Documentarfilm, 98 min, Japanisch mit englischen Untertiteln. 

This is the story of innocent cattle farmers forced from the hills they’ve called home for decades due to the nuclear disaster at Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant. Not willing to go along with the government’s plan to slaughter their livestock and livelihoods, the farmers decide to keep their cattle alive as a symbol of resistance in the fight to rid Japan of nuclear power. But the feeding cost is a huge burden. Stripped of their homes and livelihoods and fighting a losing battle against time, many farmers have reached a breaking point. Now, the „radioaktive“ cows became a symbol of the fight against nuclear power. Trailer: https://vimeo.com/181168225

20.00 - 22.00 Uhr

The Flesh And the Blood

USA 2015, Regie und Produktion: Anna Stasek, Animation, 9 min, Englisch mit deutschen Untertiteln. http://cargocollective.com/annastasek/The-Flesh-and-the-Blood

The story is set in year 2468 in a desolate Southern California town where industrial pollution, unmanaged radioactive waste and pesticides have reduced nature to small patches of toxic land. The organisms that reside in these toxic patches survived years of manipulation of their natural environment by rapidly evolving into toxic beings themselves. It’s up to Cooper Winkman, the protagonist of the story, to maintain the quarantine on Terminal Island, a hot spot for these creatures. If the toxic creatures spread past the quarantine zone, they could infect the human gene pool and permanently damage the human species. https://ipinspirationanna.tumblr.com

Nuclear Zen 

Deutschland, Japan, Chile 2016, Regie Michael Saup, Produktion Andreas Erhart, Dokumentarfilm, Musik: FM Einheit, Mona Mur & En Esch., 20 min, Englisch mit deutschen Untertiteln.  

"Nuclear Zen" dokumentiert ein Gespräch mit Keibo Oiwa, einem japanischen Kulturanthropologen, Bestsellerautoren, Umweltaktivisten und Vortragsreisenden. Er spricht über die Wurzeln der nuklearen Kultur, das Versagen der Politik und die Evolution nuklearer Krisen: "Etwas Positives in etwas sehr Schlechtem zu finden, ist die schwierigste, am meisten herausfordernde Art der Kritik.“ Filminfo: http://1001suns.com/nuclear-zen/

Journey without end 

Japan 2014, Regie und Produktion Masako Sakata, Dokumentarfilm, 78 min, Original mit englischen Untertiteln. 

Die Welt nach dem zweiten Weltkrieg wird weitgehend als das Nuklearzeitalter definiert.  Die Atomenergie wurde einst als „friedliche Nutzung“ verkauft, obwohl sie im Wesentlichen gleich sind wie die Nuklearwaffen. In diesem Film befasst sich die Regisseurin mit der Geschichte der Kernkraft und begibt sich an Orte wie Bikini Atoll, Kasachstan, Frankreich und Japan, wo sowohl die Leute als auch das Land geschädigt bleiben durch die Jagd nach der Atomkraft sowohl als Waffen als auch als Energiequelle. Der Film bringt die Zuschauer unweigerlich dazu, über die Zukunft des Nuklearzeitalters und die unseres Planets nachzudenken. Filminfo/Trailer:  http://www.cine.co.jp/owaranai_tabi/eng/

Freitag, 13.10.

18.00 - 20.00 Uhr 

All That Remains (Alles was bleibt)

Großbritannien, 2016, Regie Ian Higgins, Dominic Higgins, Produktion Nigel Martin Davey, Ian Higgins, Dominic Higgins, Dokumentarfilm, 114 min, Englisch. 

Der monumentale Film erzählt die Lebensgeschichte des Samurai und japanischen Katholiken Takashi Nagai, Überlebender der Zerstörung Nagasakis durch den zweiten Atom-Bomben-Abwurf der USA. "Alles, was bleibt“ bringt nicht nur die Geschichte eines vergessenen Helden und Friedensaktivisten für eine neue Generation zum Leben. "Alles, was bleibt" ist auch eine außergewöhnliche Geschichte von Verfolgung, Mut, Glaube und Liebe und erinnert an das  christliche Erbe von Nagasaki, Japans älteste und größte katholische Stadt. Die Atombombe explodierte direkt über den Stadtteil Urakami, dem katholischen Zentrum Japans mit der größten Kathedrale Ostasiens. Trailer: www.pixelrevolutionfilms.com/all-that-remains

20.00 - 22.00 Uhr 

Involution(s)

Frankreich,  Japan, Regie Cris Ubermann, Experimental, 15 min, Ohne Dialog, Filminfo: http://www.crisubermann.com/

Der Film erforscht Themen wie menschliche Zustände und die Auswirkungen auf das Leben und die Natur nach einer Atomkatastrophe und spielt im heutigen Japan.  Der Soundtrack unterstützt die Verbindung die abstrakte Wahrnehmung mit der Realität einer allgegenwärtigen und unsichtbaren Bedrohung.  Trailer:  https://vimeo.com/192633095

Fukushima - Die bleibende Katastrophe

Deutschland, 2016, Regie und Produktion Marco Kühne,  Sonka Terfehr,  Dokumentarfilm, 18 min, Deutsch

Entwurzelte Menschen und eine auf Jahrhunderte kontaminierte Natur - das ist die Realität, fünf Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima: In diesem Film begegnen wir Menschen, die nach dem 11. März 2011 ihre Häuser im Evakuierungsgebiet zurück lassen mussten und noch immer nicht wissen, ob oder wann sie zurückkehren werden. Greenpeace ist seit 2011 regelmäßig vor Ort, um Strahlenmessungen durchzuführen, Bodenproben zu nehmen und die offiziellen Dekontaminierungsarbeiten zu beobachten. Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace, kommt im Film zu der Einschätzung: man wird die Natur, die Berge, die Flüsse, nicht wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen können.  Die Folgen eines Reaktorunfalls sind unkontrollierbar. Trailer: http://website.2spot.tv/2016/03/11/fukushima-die-bleibende-katastrophe/

Roadside Radiation 

Ukraine/Deutschland, 2016, Regie Moritz Schulz, Produktion Michael Sladek & Earlybirdpictures GbR, Dokumentarfilm, 55 min,  Russisch/ukrainisch mit deutschen Untertiteln.

 Am 26. April 1986 explodierte der Reaktor IV des Kernkraftwerks Tschernobyl. Die damalige Havarie hat bis heute ungezählte Leben gefordert, und selbst jetzt leiden die Betroffenen weiter unter den schwerwiegenden Folgen. Neben Krankheit, Niedergang und Zerstörung hat die Katastrophe aber auch einen Anfang markiert. Den Beginn eines neuen, anderen Lebens – eines Lebens, das sich auch unter schwierigsten Bedingungen seinen Weg bahnt. Aus der Entfernung betrachtet, erscheint die Sperrzone rund um den Reaktorkomplex lebensfeindlich, unbewohnt, erfroren in ihrer Zeit. Doch die Zone ist nicht verlassen: Täglich hasten Arbeiter hinein, jugendliche Abenteurer streifen durch deren surreale Landschaften und ehemalige Bewohner sind in ihre alten Häuser zurückgekehrt.  Der Film portraitiert diese Menschen. „Uns ist es wichtig, dass die Havarie und ihre Folgen nicht in Vergessenheit geraten“,  Moritz Schulz und Michael Sladek.  Filminfo: http://roadside-radiation.com/index.php/de/

Samstag, 14.10.

18.00 - 20.00 Uhr 

Hatutaki - Uranium 

Deutschland/Tanzania 2016/17, Regie Sophie Filip, Produzent Robert Cordes, Musikvideo, 5 min, Original mit englischen Untertiteln.

 Das Musikvideo informiert über die Gefahren des Uranbergbaus und darüber, was passieren würde, wenn er wie geplant in der Region Bahi in Tansania stattfindet. Der Rapper Wakazi ruft zum Widerstand gegen den Uranbergbau in Tansania auf.  Der Chorus wird von der tansanischen Gruppe the Harmonies und von Sophie Filip gesungen. Der Beat wurde von Crispy Gold in Zusammenarbeit mit Swahili Records und Musikern aus Hamburg produziert.  https://www.youtube.com/watch?v=KywqYKXtS2Y

The Ray Cat Solution (Die Atom-Katzen-Lösung) 

Frankreich, 2015, Regie und Produktion Benjamin Huguet, Animation director Debanjan Nandy, Sound designer Rob Malone, Animierter Dokumentarfilm, 15 min, Französisch/Englisch mit englischen Untertiteln. 

Wie erstellt man ein Symbol, das durch die Zeit reist? Hochradioaktiver Atommüll und seine radioaktiven Gefahren überdauern Jahrtausende, aber Stein, Symbole und Sprache können verblassen und solche Zeiträume kaum überdauern.  In den achtziger Jahren wurde ein Projekt von zwei Wissenschaftlern entwickelt, um eine lang andauernde Warnung in die Zukunft zu senden. Die Seminologen schlugen die Idee einer genetisch manipulierten Katze vor, deren Farbe sich in der Gegenwart von Radioaktivität verändert. Der Mythos greift, und Wissenschaft könnte folgen ... Filminfo: http://www.benjaminhuguet.com/the-ray-cat-solution/  -  Trailer https://vimeo.com/138843064

The First Place and the Last Place (Der erste und der letzte Ort)

Australien, 2016, Regie und Produktion Phillip Storer, Dokumentarfilm, 8 min, Englisch

2016 wählte die australische Bundesregierung einen Standort für Australiens erste Atomabfall-Mülldeponie in der Nähe von Hookina Waterhole in den Ikara-Flinders-Bergen aus.  Das Gebirge entstand vor 540 Millionen Jahren und ist reich an natürlicher Schönheit und es ist auch der erste Ort der Adnyamathanha-Ureinwohner.  Der Geschichte über die Gefahren der atomaren Mülldeponie wird aus der Sicht von Regina McKenzie. einer Ältesten des Adnyamathanha-Volkes erzählt. Trailer: https://vimeo.com/190177733


Nuclear Waste Land? 

Großbritannien, 2016, Regie Timothy Large, Produktion Thomson Reuters Foundation, Dokumentarfilm,14 min, Englisch 

Australiens Regierung plant, eine Deponie für atomaren Müll in den Ausläufern der Flinders Ranges zu erreichten. Es ist Südaustraliens größte Gebirgskette und ikonische Touristenattraktion. Der umstrittene Regierungsplan hat deshalb eine Debatte über die nukleare Zukunft der Nation und den Konflikt zwischen kurzfristigen, ökonomischen Nutzen und dem traditionellen Landrecht der hier seit mehr als 50.000 Jahren lebenden Ureinwohnern ausgelöst.  Die Ureinwohner des Adnyamathanha-Volkes bezeichnen das Regierungsvorhaben als "kulturellen Völkermord" und als eine Schändung von heiligen, archäologisch reichen Stätten, während sich die Befürworter der Atommülldeponie Arbeitsplätze und verbesserte Infrastruktur erhoffen. Film/Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=4Gpt46ofCXs

Nuclear Hallucinations 

Indien, Großbritannien, 2016, Regie Fathima Nizaruddin, Produktion: Joram ten Brink. Dokumentarfilm, 54 min, Englisch

Der Film konzentriert sich auf den Widerstand gegen das Kudankulam Atomkraftwerk in Südindien. Während der Staat gerichtlich gegen die Anti-Atomkraftdemonstranten vorgeht und sie als Aufrührer und Kriegstreiber verunglimpft, versucht der Film diese totalitäre Art der Atomkraftbefürworter in satirischer Weise zu hinterfragen. Satire und Ironie arbeiten zusammen, um die tragische Absurdität der Errichtung von Kernkraftwerken an einer von Tsunamis betroffenen Küste zu vermitteln. Filminfo: https://www.facebook.com/nuclearhallucinations2016/


20.00 - 22.00 Uhr 

Tschernobyl 3828

Ukraine, 2011, Regie Serhiy Zabolotny, Produktion, Igor Kobryn, Film studio „Telecon“, Dokumentarfilm,  27 min, Original mit deutschen Untertiteln

Dokumentarfilm mit einzigartigen Originalaufnahmen der ersten Phase der Aufräumungsarbeiten am geborstenen Tschernobyl-Reaktor 1986. Der Film ist den 3.828 "Liquidatoren" gewidmet, die an der Reinigung der radioaktivsten Stellen auf den Dächern des Reaktorgebäudes eingesetzt wurden und gegen Zeit und Strahlung kämpften.  Protagonist ist Valeriy Starodumov, der im Epizentrum der Explosion, dem Operationsbereich des Reaktors eingesetzt war.  Er war selbst mit auf dem Reaktordach, wo die eingesetzten Roboter die Strahlung nicht aushielten und durch Menschen, "Liquidatoren" ersetzt werden mussten.  Die Regierung beschloss Soldaten und Kadetten von Militärschulen zur Reinigung der Dächer einzusetzen. 

Regisseur Sergei Zabolotny: "Wir alle wissen, was am 26. April 1986 passiert ist, aber wir wissen fast nichts über die Ereignisse des Sommers und Herbstes von 1986. Tschernobyl 3828 ist nur eine von vielen Geschichten, die man wissen und an die man sich erinnern muss.“  Film/Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=zduyeJayD84

Cesium I blodet (Cäsium in meinem Blut) 

Schweden/Brasilien, 2009, Regie Lars Westman, Co-Produzent Zenildo Barreto, Dokumentarfilm, 70 min, Original mit deutschen Untertiteln

Unvergleichliches Zeitdokument über Lateinamerikas schwersten radioaktiven Unfall und seine Aufräumarbeiten. Im September 1987 verstrahlten 19 Gramm radioaktives Cäsium eines Strahlungsbehandlungsgeräts in der zentralbrasilianischen Landeshauptstadt Goiânia hunderte von Menschen und erzeugten 6000 Tonnen Atommüll.

Sonntag, 15.10. 2017 - Festivalabschluß und Preisverleihung

19.00 - 22.00 Uhr 

RUA 57, NÚMERO 60, CENTRO

Brasilien 2011, Regie Michael Valim. 9 min, Video-Art / Modern Dance & Music Performance

Zur Erinnerung an den Cäsium-137-Unfall in Goiânia führt die lokale Tanz- und Musikgruppe Vidaseca eine Performance just an dem Ort auf, der vor 30 Jahren hochverstrahlt wurde: Die Rua 57, Hausnummer 60 im Stadtzentrum. Film/Trailer: https://vimeo.com/49859373

Algo do que Fica (Etwas das bleibt)

Brasilien, 2017, Regie, Benedito Ferreira, Spielfilm, 23 min, Portugiesisch mit deutschen Untertiteln.

Eine persönliche, sensible Auseinander-setzung mit dem Strahlenunfall von Goânia. Beim jüngsten Umweltfilm-festival von Goiás, FICA 2017, bekamen der Kurzspielfilm und sein aus Goiânia stammender Regisseur mehrere Hauptpreise. Trailer:  https://vimeo.com/218011640 

Bons Baisers de Moruroa (Grüße aus Mururoa) 

Algerien, Frankreich, 2016, Regie Larbi Benchiha, Produktion: Aligal production und France Télévisions, Dokumentarfilm 52 min, Französisch mit deutschen Untertiteln.

Film über Frankreichs Atombombentests im Südpazifik auf Mururoa. Der Filmemacher läßt die überlebenden Veteranen der Atomtests zu Wort kommen, die sich und ihre Familien unwissentlich radioaktiv verstrahlten. "Mein größtes Bedauern ist, dass ich meine Familie kontaminiert habe“,  sagt Florence Bourel, deren Tochter heute an Krebs and anderen radioaktiven Folgekrankheiten leidet. Florence war stolz darauf, für das Wohl Frankreichs zu arbeiten, doch über die tatsächlichen radioaktiven Gefahren wurde sie nicht informiert. Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=o42VnV8qYEQ

 

Zeiss-Großplanetarium

Dienstag, 10.10.2017

17 Uhr Ausstellungseröffnung und Kurzfilme in der Kuppel des Planetariums 

Ground Zero - Sacred Ground 

USA, 1997, 9 min. Regie: Karen Aqua, Musik von Ken Field, Animation/Trickfilm, ohne Dialog.

In den südwestlichen USA liegt Three Rivers, eine archäologisch reiche Felsformation mit über 10.000 Petroglyphen der Mogollon Menschen die hier zwischen 900 und 1400 n.Chr lebten. Fünfunddreißig Meilen entfernt wurde 1945 die erste Atombombe gezündet. Dieser herrliche Animationsfilm erforscht diese gegensätzlichen Kräfte, ihre Beziehung und Wirkung aufeinander.  Filminfo: http://karenaqua.com/ground_zero.html

ATOMIC BOMBS ON THE PLANET EARTH  

Niederlande/UK, 2011, Regie: Peter Greenaway, Video Design Irma de Vries, Produktion Change Performing Arts,  Art & Experimental documentary, 13 min, Multilingual.

Experimenteller Film über den Wahnsinn von 2201 atmosphärischen Atombombentests, die den Planeten zwischen 1945 und 1989 erschütterten und verseuchten. In 13 Minuten lässt Peter Greenaway alle 2201 Atombomben auf der Leinwand explodieren.  "Greenaway schafft eine höllische filmische Ästhetik, um diese Wahrheit zu vermitteln."  Ausgezeichnet mit dem „Hors concours“ Uranium Film Festival 2012. Film/Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Mc3EKAszRAw 

THE LAST FLOWER 

Iran, 2013, 6 min, Regie: Sima Baghery, Fiction, Animation, ohne dialog

Ein atomarer Weltkrieg hat fast die ganze Zivilisation ausgelöscht. Alle übriggebliebenen Leute wandern einsam und verlassen durch die Gegend und lehnen sich ab, bis ein junges Mädchen eines Tages die letzte Blume auf dem Angesicht der Welt findet...  Film: https://www.youtube.com/watch?v=n7d2vGDoQMA

ABITA. DIE KINDER VON FUKUSHIMA 

Deutschland, Japan, 2012, Regie und Produktion: Shoko Hara und Paul Brenner, 4 min, Animation, Deutsch, englische Untertitel.

Ein Trickfilm über die unmittelbaren Auswirkungen bei einem Kind auf die Naturkatastrophe in Japan mit dem Fokus auf den atomaren GAU. Kinder in Fukushima können auf Grund der radioaktiven Strahlung nicht mehr in der Natur spielen. Denn die Natur ist nicht dekontaminierbar. Dies ist nur eine Geschichte von 36.000 Kindern, die zu Hause bleiben und von ihrer Freiheit in der Natur träumen und die Wirklichkeit erleben. Bester Trickfilm Uranium  Film Festival 2013. Film/Trailer: https://vimeo.com/51297975 

DARKROOM 

Deutschland, 2011, Regie & Produktion:  Anna Luisa Schmid, 2 min, Trickfilm

Die "Atomare  Kette" im Zeichentrick  vom deutschen Stromverbraucher am Frühstückstisch bis  zum Uranbergbau in Australien.  Film/Trailer: https://vimeo.com/81749731

ETERNAL TEARS 

Ukraine, 2011, Regie und Produktion Kseniya Simonova, 11 min,  Sand-Animationsfilm, ohne Dialog

Ein herrlicher, aus Sand gemachter Animationsfilm. Eternal Tears ist den Kindern von Tschernobyl gewidmet. 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe steigen wieder die Krebsraten gerade bei Kindern in der Ukraine. Kseniya Simonova: “Das Wichtigste ist, sich zu erinnern.” www.simonova.tv/en/blog/

Sonntag,15.10.

15.00-17.00 Uhr, ICBUW-Sondervorstellung  mit Filmen zu Uranwaffen-Einsatz 

DEVIL’S WORK 

Brasilien/USA, 2015, Regie Miguel Silveira, Produktion J. Charles Banks, Scott Riehs, Hugo Kenzo, Dp John Wakayama Carey, Missy Hernandez. Spielfilm, 19 min, Englisch mit deutschen Untertiteln. Filmtrailer: https://vimeo.com/110934948

Reflexion eines 14-jährigen in New York über seinen Vater, der als Soldat im Golfkrieg diente. Er starb durch den tödlichen Staub von Uran-Munition, die die US-Armee gegen Irak einsetzte. Der Brasilianer Miguel Silveira studierte Regie an der Columbia University in New York. Sein Film ist inspiriert durch den deutschen Arzt Siegwart Horst Günther, der als erster den verwerflichen Einsatz von Uran-Munition in Irak aufdeckte. „Devil’s Work ist der beste Spielfilm über Uran-Waffen, den ich bisher gesehen habe.“ Gründer des International Depleted Uranium Study Teams (IDUST), Damacio A. Lopez. 

Balkan Cancer

Mazedonien, 2014, 52 min, Dokumentarfilm. Regie: Agim Abdullah, Produktion:  Press TV, Mazedonisch/Englisch mit englischen Untertiteln,  

Film über den Nato-Einsaz von Uranmunition und seinen Folgen auf dem Balkan. Film/Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=0L6mGh-u76A

Ausstellungen

Parallel zu den Filmen präsentiert das Festival die IPPNW-Fotoausstellung Hibakusha Weltweit vom 10. bis 15.Oktober im Zeiss-Großplanetarium sowie im Kino in der Kulturbrauerei eine Ausstellung über den radioaktiven Unfall mit Cäsium-137 in der Stadt Goiânia. Genau vor 30 Jahren, im September 1987, entdeckten zwei Müllsammler in der Ruine eines ehemaligen Krebskrankenhausess in Goiânia, der Hauptstadt von Goiás in Zentralbrasilien, eine zurückgelassens Strahlenbehandlungsgerät.  Ohne die Gefahr auch nur zu ahnen entnehmen sie die mit Blei ummantelte Strahlenquelle und verkaufen sie an einen Schrotthändler, der die „Kiste der Pandorra“ öffnet und ahnungslos das hochradioaktive Cäsium-137 freisetzt.  19 Gramm Cäsium-137 verstrahlen einen Stadtteil und Hunderte von Menschen und erzeugen 6000 Tonnen strahlenden Abfall.

Ehrengast aus Brasilien

Odesson Alves Ferreira, Sprecher und bis vor kurzem langjähriger Präsident der Vereinigung der Cäsium-Opfer von Goiânia (AVCésio). Odesson selbst wurde durch das hochradioaktive Cäsium-137 stark verstrahlt und lebt mit den Folgen. Er wird das Uranium Film Festival Berlin und die Ausstellung über den Goiânia-Unfall mit eröffnen und begleiten. 

Schirmherren

MdB Klaus Mindrup, Bundestagsabgeordneter für Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee

„Das Uranium Film Festival, welches sich als weltweit einziges ausschließlich dem Themenkomplex Atomkraft und Radioaktivität widmet, konnte in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Zuschauer begeistern. Viele Nationen investieren weiter in Atomkraft und Uranbergbau. Alle Bewohnerinnen und Bewohner der Erde müssen sich der Bedeutung dieses Themas bewusst werden. Nicht nur in Deutschland, auch global müssen Menschen über Radioaktivität und  Gefahren des strahlenden Abfalls aufgeklärt werden. Wenn dies auf kreative und künstlerische Art und Weise passiert, ist dies doppelt zu unterstützen.“

Jörg Sommer, Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung

„Das Uranium Film Festival ist einzigartig, denn es versucht, das komplexe Thema Atomkraft und seine Risiken für alle zugänglich zu machen.“

Uwe Bünker, Bünker Casting GbR

„Was kann man tun, dass alle beim Atomausstieg mitmachen: reichen die Katastophen von Tschernobyl, Fukushima, Sellafield u.v.a. nicht aus, um die Menschen wachzurütteln?! Das Festival ist ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung und führt hoffentlich weiter zur Diskussion, bewegt zum Nachdenken und Handeln. Wir bleiben dran, für unsere kostbare Welt!“

Unterstützer

Festivalpartner & Sponsoren sind u.a. das Umweltbundesamt, die Elektrizitätswerke Schönau (EWS), Naturstrom, die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Sayonara Nukes Berlin, die Koalition zur Ächtung von Uranwaffen (ICBUW), COOP Anti-War Kunstbar Café, die Juristenvereinigung gegen Kernwaffen (IALANA), die Friedensglockengesellschaft Berlin, Cinestar Berlin sowie das Zeiss-Großplanetarium.

 
Spiel- und Ausstellungsorte
 
KINO IN DER KULTURBRAUEREI
Schönhauser Allee 36 / 10435 Berlin – Prenzlauer Berg
 
Eintrittspreise filmvorführungen
Einzelticket: 7 Euro - Ermäßigt Schüler/Studenten/Behinderte 5 Euro
Festivalpässe:  Auf Anfrage  /  Vorverkauf im Kino ab 1. Oktober
 
Kartenreservierung 
Telefon: 0172-8927879 
uraniumfilmfestivalberlin@gmx.de
 
Zeiss-Großplanetarium
Prenzlauer Allee 80, 10405 Berlin
Freier Eintritt zu FOTOAUSSTELLUNG IPPNW & 
SONDERVERANSTALTUNGEN 
Kontakt FESTIVALORGANISATION
info@uraniumfilmfestival.org 
www.uraniumfilmfestival.org