Uranium Film Festival Berlin 2018 Programm
Uranium Film Festival Berlin 2018 Programm
Uranium Film Festival Berlin 2018 Programm
Uranium Film Festival Berlin 2018 Programm
Uranium Film Festival Berlin 2018 Programm
Uranium Film Festival Berlin 2018 Programm

Uranium Film Festival Berlin 2018 Programm

Programm des 7. Internationalen Uranium Film Festivals in Berlin vom 9. - 14. Oktober 2018 im Zeiss-Großplanetarium sowie im Kino in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg.  Sieben Filmemacher kommen aus den USA, Japan und Großbritannien nach Berlin: Justin Clifton, Brittany Prater, Tony West, Mikel Iriarte, Lise Autogena, Takuya Moriyama und Ramsay Cameron. Ein Begleitprogramm mit Ausstellungen und Vorträgen rundet das Festival ab. "You won't leave the way you came!"

Dienstag, 9.10. 2018 - 19.00 Uhr (Eröffnung im Grossplanetarium)

Präsentation der IPPNW-Ausstellung HIBAKUSHA WELTWEIT mit interaktiven Vortrag von Dr. Alex Rosen und VR Projektion. Die Fotoausstellung widmet sich den Millionen von Menschen deren Leben, Umwelt und Gesundheit durch die Atomwirtschaft beeinträchtigt sind. www.hibakusha-weltweit.de 

20.00 Uhr (Grossplanetarium) 

Too Precious to Mine  (Zu Wertvoll für den Bergbau)

USA, 2017, Regisseur Justin Clifton, Dokumentation, Englisch, deutsche Untertitel, 10 min.

Rettet den Grand Canyon: Das Volk der Havasupai ist auf das klare blaugrüne Wasser des Grand Canyon angewiesen.  Doch jetzt droht dem größten Canyon der Welt der Uranabbau, und die Existenz und Lebensweise der Havasupai ist in Gefahr. Ein 20-jähriges Verbot des Uranbergbaus in der Region des Grand Canyons droht von der Trump-Regierung umgestoßen zu werden. „Der Grand Canyon ist ein unersetzbarer Naturschatz. Er ist der letzte Ort auf der Erde, an dem man Uran abbauen sollten."  Trailer: https://vimeo.com/241576331

URANIUM DERBY 

USA, 2017, Regisseurin Brittany Prater, Dokumentarfilm, Englisch, 83 min, deutsche Untertitel

Die Recherchen einer jungen Frau über die heimliche Beteiligung ihrer Heimatstadt am Manhattan-Projekt löst eine Kettenreaktion von Begegnungen aus, durch die deutlich wird, dass das Thema Atommüll erfolgreicher begraben ist als der Abfall selbst. Uranium Derby zeigt wie in den USA die Säuberung von kontaminierten, sogenannten Superfund-Standorten oft falsch  gehandhabt wird und informiert darüber, wie sich giftiger Abfall ausbreiten kann. Da private Unternehmen, die mit der Sanierung der radioaktiven Mülldeponien beauftragt sind, in der Regel einen erheblichen politischen Einfluss ausüben,  entwickeln sie Strategien zur Verlängerung der Zeitpläne für die Dekontaminierung um so einen möglichst langen Zustrom von Staatsgeldern sicherstellen. http://uraniumderby.com/

Die beiden Regisseure Justin Clifton und Brittany Prater kommen aus den USA zur Vorstellung nach Berlin. 

Mittwoch, 10.10.2018 - 20.00 Uhr (Kino in der Kulturbrauerei) 

The Safe Side of the Fence (Die Sichere Seite des Zaunes)

USA. 2015, Regisseur Tony West, Dokumentarfilm, Englisch, 108 min, deutsche Untertitel

Das Manhattan-Projekt des Zweiten Weltkriegs erforderte die Konzentrierung großer Mengen von Uran, und die in St. Louis ansässige Mallinckrodt Chemical Works übernahm die Aufgabe. Als Folge davon gehören die Mitarbeiter des Chemieunternehmens zu den am stärksten kontaminierten Nukleararbeitern in der Geschichte. Der Film erforscht das strahlende Vermächtnis, das St. Louis immer noch nicht bewältigt hat und zeigt auf, was Männer und Frauen in der Uranaufbereitung durchgemacht haben. Dabei ist St. Louis kein Einzelfall in den USA. Mehr als 300 Betriebe und Standorte waren Teil des atomaren Wettrennens. http://www.thesafesideofthefence.com

Regisseur Tony West kommt aus den USA zur Vorstellung nach Berlin.

Donnerstag, 11.10.2018 - 20 Uhr (Kino in der Kulturbrauerei) 

Half Life: The Story of America’s Last Uranium Mill

(Halbwertszeit: Die Geschichte von Amerikas letzter Uranmühle) 

USA, 2016, Regie: Justin Clifton, Dokumentarfilm, Englisch mit deutschen Untertiteln, 12 min

Im Südosten von Utah, nahe der berühmten amerikanischen Nationalparks, liegt Amerikas letzte Uranmühle. Nur drei Meilen von der Uranfabrik entfernt liegt das White Mesa-Indianerreservat. Die Häuptlinge des Ute Mountain Ute-Volks befürchten nun eine radioaktive Verseuchung durch die alte Uranmühle.  Der Film ist ein Aufruf zum Handeln für saubere Luft und sauberes Wasser. Trailer: https://vimeo.com/161080821

Filmemacher Justin Clifton ist mit dabei in Berlin und steht für Fragen und Antworten zur Verfügung.

Tale of a Toxic Nation  (Geschichte einer giftigen Nation)

USA, 2018, Regisseur Louis Berry, Dokumentarfilm, Englisch, 13 min.

Der Film ist die Geschichte einer Nation reich an Ressourcen, aber schwach an politischem Einfluss. Das Navajo-Reservat leidet unter mehr als 500 verlassenen Uranminen und einer vergifteten Landschaft, und einer Reinigung ist unmöglich. Nichtsdestoweniger droht eine Wiederaufnahme des Uranbergbaus in der Region. Trailer: https://vimeo.com/258337365 

NABIKEI (FOOTSTEPS)

Indien, 2017, Regisseur Shri Prakash, Dokumentarfilm, Englisch, 66 min

Der amerikanische Südwesten und seine indigene Bevölkerung, die Acoma, Laguna und die Diné oder Navajo Nation, haben eine lange Geschichte des Uranbergbaus. Die Indianerreservate und die verarmten „weißen“ Gemeinden, die einst eine boomende Wirtschaft beherbergten und sich stolz Uranhauptstadt der Welt nannten, sind heute mit alten Minen und radioaktiven Abraumhalden übersät. Allein auf dem Land der Navajo-Nation gibt es mehr als 500 verlassene Uranminen. Kontaminiertes Land, Wasser und Luft sind das Erbe des Uranbergbaus.  Leider ist dies die gleiche traurige Geschichte, die sich in anderen Teilen der Welt einschließlich Indiens wiederholt. 

Freitag, 12.10.2018 - 18.00 Uhr (Kino in der Kulturbrauerei) 

ANOINTED (Gesalbt)

Marshall Islands, 2018, Directors Dan Lin & Kathy Jetnil-Kijiner, poem video, English, 6 min.

Art & Awareness: Ein kraftvoller, poetisches Film über das Vermächtnis der US-Atombombentests auf den Marshallinseln und über ein atomares Endlager (Runit-Dome) im Enewetak-Atoll. https://www.kathyjetnilkijiner.comhttp://www.danlinphotography.com

BOBBY BROWN HOMELANDS - LIVING WITH THE LEGACY OF BRITISH NUCLEAR TESTING (BOBBY BROWN HOMELANDS - LEBEN MIT DEM ERBE DER BRITISCHEN ATOMTESTS) 

Australien, 2015, Regie und Produktion: Kim Mavromatis und Quenten Agius, MAV Media in Zusammenarbeit mit NITV (National Indigenous TV Australia). Dokumentarfilm, australisches Englisch und australische Aborigines (Antikirrinya) mit englischen Untertiteln, 5 min. 

In den 1950er und 1960er Jahren erlaubte die australische Regierung britische Atombomben-Tests in Emu Field und Maralinga im Südaustralien. Wir reisen mit Antikirrinya Elder, Ingkama Bobby Brown in seine von Atomexplosionen verseuchte Heimat. Augenzeuge Bobby Brown erzählt wie er die ersten Tests auf dem australischen Festland bei Emu Field (1953) miterlebt hat und berichtet von den verheerenden Auswirkungen des radioaktiven Niederschlags auf seine Familie und sein Land.  Die britischen Atomtests waren ein Verstoß gegen das 19836 unterzeichnete Gründungsdokument von Südaustralien, das den Aborigines das Recht garantierte, ihr Land für immer zu bewohnen und zu nutzen. Doch wie kann man in einer Heimat leben, die durch atomare Bomben und radioaktiven Niederschlag vernichtet und verseucht wurde? Trailer: https://vimeo.com/119231410 - www.kingseal.com.au

MARALINGA PIECES

Australien, 2012, Regie & Produktion: Jessie Boylan, Schnitt: Anthony Kelly, Musik: Genevieve Fry, 13 min, Englisch

Zwischen 1952 und 1963 führte die britische Regierung streng geheime Atomwaffentests in Maralinga und Emu Field in Südaustralien sowie auf den Monte Bello-Inseln vor der Küste Westaustraliens durch. Insgesamt wurden zwölf große Atombomben gezündet und rund 700 kleinere "schmutzige" Atomtests durchgeführt. Die Gebiete wurde massiv mit radioaktivem Material kontaminiert. Zwischen 1967 und 2000 versuchte die Regierung den verstrahlten Gebiete zu säubern.  Untersuchungen nach diesen Aufräumarbeiten ergaben jedoch, dass viele dieser Gebiete noch immer radioaktiv sind. Dieser Kurzfilm führt den Zuschauer nach Maralinga und zu überlebenden Augenzeugen der Atomtests. https://vimeo.com/114211984

Australian Atomic Confessions  (Australiens Atomare Geständnisse)

Australien, 2005, 49 min, Englisch und Aboriginal Australian, Dokumentarfilm, Regisseurin Katherine Aigner. 

Opferlämmer zum Abschlachten. Augenzeugen erzählen die wahre Geschichte was während der 12 britischen Atombombentests in Australien geschah. Der Film ist eine erschreckende Entlarvung der Atomtests und ihren bis heute andauernden Folgen. "Noch nie gesehenes Archivmaterial von Großbritanniens oberirdischen Atomexplosionen und eindrucksvolle Augenzeugenberichte.“

Freitag, 12.10.2018 - 20.00 Uhr (Kino in der Kulturbrauerei) 

Freddy and Fuzmo Fix The World (Freddy und Fuzmo reparieren die Welt)

UK, 2018, Regisseure & Produzenten: Christopher Murray, Luke Biddiscombe & Mikel Iriarte, weitere Produzenten Matt Rose, Laura Johnson, Muppet Animation, 27 Minuten, Englisch.

Neunzehn Monate nachdem er auf die Erde geschickt wurde, um die Probleme der Welt zu lösen, hat Fuzmo jegliche Motivation verloren. Er lebt jetzt in einem lethargischen Lebensstil und nutzt seinen gutmütigen Mitbewohner Freddy aus. Der Zwanzigjährige Freddy versucht Fuzmo weiter davon zu überzeugen, den Weltfrieden zu schaffen. Ein dritter Hausgast, Grumble kommt hinzu, und das Tio findet sich in einem atomaren Wettrüsten gefangen. Das Schicksal von Big City steht auf dem Spiel. Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=RtItRNAH8Aw

Mikel Iriarte ist bei der Filmvorführung mit dabei.

Atomic Homefront

USA, 2017, Regie: Rebecca Cammisa, 96 min, Dokumentarfilm, Englisch, 96 min.

Die Stadt St. Louis hat eine kaum bekannte nukleare Vergangenheit. Hier wurde Uran für die US-Atombomben aufbereitet und radioaktiven Folgen. Fahrlässigkeit von Regierung und Unternehmen führten zur Kontaminierung der Vororte von North St. Louis mit  Uran, Thorium und Radium. Zwei Gemeinden am Coldwater Creek und in Bridgeton sind besonders betroffen. Im Jahr 1973 wurden rund 47.000 Tonnen radioaktiver Abfall illegal in einer Mülldeponie namens West Lake vergraben. Während der vergangenen sieben Jahre breitet sich nun ein unkontrolliertes, unterirdisches Feuer in Richtung dieser Atommüll-Deponie aus.  Atomic Homefront ist eine Fallstudie darüber, wie Bürger die staatlichen Behörden herausfordern, um die Wahrheit über das Ausmaß der atomaren Kontamination ans Licht zu bringen. Trailer https://www.atomichomefront.filmFreitag, 12.10.2018 - 20.00 Uhr (Kino in der Kulturbrauerei) 

 

Samstag, 13.10.2018 - 18.00 Uhr  (Kino in der Kulturbrauerei)

65 Million Years Ago (Vor 65 Millionen Jahren)

Kanada, 2018, Regie und Produktion: Paul Johnson Paul Johnson, Animation, 3 Minuten, ohne Dialog

Dinosaurier beherrschen die Kernenergie und sammeln seit 7000 Jahren radioaktiven Abfall an. Eine Laser-Techno-Band namens "Atomic Noize" hat sich entschieden, dieser Spinnerei ein Ende zu setzen.  Sie sehen eine Chance zur Verwirklichung ihres Plans als ein Meteor die Erde knapp verfehlt. https://vimeo.com/251164427

UNSILENCED: Anti-Nuclear Movement in Turkey (UNSILENCED: Anti-Atom-Bewegung in der Türkei) 

Türkei / Japan, 2017, Regie: Takuya MORIYAMA, 37 Minuten, Türkisch, Untertitel: Englisch

April 2018 begann die Türkei mit dem Bau ihres ersten Atomkraftwerks. Weitere Atomkraftwerke sind in der Planung. Doch auch in der Türkei gibt es eine Anti-Atomkraftbewegung, die sich nicht den Mund verbieten lässt. Sie besteht seit 40 Jahren,  denn Atompläne gabe es bereits in den 1970er Jahren und der Tschernobyl-Unfall 1986 hatte auch die Türkei erreicht. Sechs Jahre nach dem Unfall von Fukushima analysierte nun ein junger japanischer Filmemacher die Anti-Atom-Bewegung in der Türkei.

Half-life in Fukushima / Demi-vie à Fukushima (Halbwertszeit in Fukushima)

Schweiz, Frankreich, 2016, Regie: Mark  Olexa und Francesca Scalisi, Produzenten: Mark Olexa, Francesca Scalisi und Christian Lelong, Japanisch, englische Untertitel, 61 min.

Fünf Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima erlebt Naoto Matsumura, ein japanischer Bauer, ein einsames Dasein in der verstrahlten Zone. Hier ist der wehende Wind der Soundtrack zu Naotos einsamen Tagen.  Naoto kämpft um ein neues Leben in dieser postapokalyptischen Landschaft. Furchtlos steht er der unsichtbaren Gefahr der Radioaktivität gegenüber,  kultiviert sein Land und füttert sein Vieh. Er ist ein Hüter der Vergangenheit.  Trailer: https://vimeo.com/159476623

Samstag, 13.10.2018 - 20.00 Uhr (Kino in der Kulturbrauerei)

Uranium: West Australia Under Threat (Uran: West-Australien unter Bedrohung) 

Australien, Regisseur & Produzent, West Australien Nuclear Free Alliance, Animation, Englisch,2 min.

Westaustralien drohen vier neue Uranminen. Der Fokus dieses Films liegt auf den gefährdeten Arten, die vom Uranbergbau bedroht sind. Die Probleme der Atomindustrie und ihre Bedrohungen für Mensch und Wasser sind seit Jahren bekannt. Doch auch Artensterben kann die Folge sein. https://vimeo.com/277925816

KUANNERSUIT / KVANEFJELD 

UK, 2017, Regisseur Joshua Portway und Lise Autogena, Produzent Lise Autogena, Dokumentarfilm, dänisch und grönländisch mit englischen Untertiteln, 30 min

Der Film ist der erste Teil einer Langzeituntersuchung von Künstlern über die Konflikte in den Gemeinden der Ureinwohner von Narsaq in Südgrönland. Bei Narsaq liegt der Kvanefjeld Berg, mit einem der weltweit größten Vorkommen von Uran und Seltenen Erden.  Grönland ist eine ehemalige dänische Kolonie, die bis heute wirtschaftlich vom dänischen Staat unterstützt wird. Viele Menschen in Grönland sehen die Ausbeutung von Mineralvorkommen als einzige Möglichkeit zur vollständigen Unabhängigkeit. Doch der geplante Urantagebau bedroht Grönlands Landwirtschaft in der Nähe von Kvanefjeld. Die Mine wäre die fünftgrößte Uranmine weltweit.  Der Film zeigt eine Gemeinde, die sich mit dem Thema Uranabbau auseinandersetzt und untersucht die schwierigen Entscheidungen der Grönländer, die einer kolonialen Vergangenheit entkommen wollen, um sich selbst in einer globalisierten Welt zu definieren. Trailer: https://vimeo.com/214697146

Regisseurin Lise Autogena kommt aus Großbritannien nach Berlin.

THE REPOSITORY (DAS ENDLAGER)

USA, 2017, Regisseurin Daria Bachmann & Anna Anderson, Dokumentarfilm, Englisch, 80 min.

The Repository ist eine unabhängige journalistische Dokumentation über das geplante Endlager für radioaktive Abfälle im Yucca-Bergmassiv in Nevada. Im Jahr 1987 verabschiedete der US-Kongress den Nuclear Waste Policy Act, der den Yucca Mountain in Nevadas Wüste als einziges Endlager für nukleare Abfalllager des Landes auszeichnet. Es gibt lokale Befürworter und Gegner des Projekts. Die Befürworter erhoffen sich vom Atommüll einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Gegner befürchten radioaktive Verstrahlung. Die Zukunft des Projekts liegt nun bei der Regierung von Donald Trump. Januar 2018 stellte sie 120 Millionen Dollar für einen Neustart der Lizenzierung des Yucca Mountain-Atommüldeponie-Projekts zur Verfügung. https://www.therepositorymovie.com

Sonntag, 14.10.2018 - 13.00 Uhr  (Grossplanetarium) 

Buchlesung “Nützliche Idioten / Im Namen des Volkes“ und Diskussion mit Els de Groen (ehem. MEP)

Insbesondere als Mitglied des Europaparlaments hat sich Els de Groen sich zusammen mit ICBWU für die Ächtung von Uranwaffen engagiert.

Sonntag, 14.10.2018 - 14.30 Uhr  (Grossplanetarium) 

Die Folgen der Uranmine Urgeiriça

Präsentation von António Minhoto, ehemaliger Bergarbeiter von Urgeiriça in Portugal. Er gründete die Umweltorganisation AZU und die Vereinigung ehemaliger Bergarbeiter von Urgeiriça (ATMU). Der Präsident von ATMU ist zudem heute einer der Koordinatoren der Anti-Atomkraftbewegung von Portugal & Spanien. António Minhoto ist einer der Protagoinisten im Dokumentarfilm  "Einhundert Jahre Urgeiriça". Minhoto wird ueber die Umweltfolgen und die Opfer des Uranbergbaus in Portugal reden, insbesondere ueber die ehemaligen Minenarbeiter und deren Familien und ueber ihren Kampf um Entschädigung. Minhoto: Bereits 170 Arbeiter aus Urgeiriça sind in Folge des Uranbergbaus gestorben und viele leiden und Krebserkrankungen. http://azu-ambiente.blogspot.com/2018/

Sonntag, 14.10.2018 - 16.00 Uhr  (Grossplanetarium) 

The Legacy of Uranium Weapons (Die Hinterlassenschaften der Uranwaffen) 

Gezeigt werden die Filme “Leiser Tod im Garten Eden” (Karin Leukefeld/Markus Matzel, 2015) sowie eine Kurzdokumentation über ein Uranwaffenprojekt in Serbien. Auf dieser Grundlage geht es um die Langzeitwirkungen des Einsatzes von Uranmunition, insbesondere auf dem Balkan. Die Gesundheit der Menschen und die Umwelt sind noch nach vielen Jahren DU-toxisch belastet. Wie kann man mit diesen Folgen umgehen und den Opfern helfen? Wer haftet dafür (die NATO?) und wann werden DU-Waffen endlich geächtet? Zu diesen Fragen diskutieren in einem Podiumsgespräch ExpertInnen von ICBUW sowie VertreterInnen aus den betroffenen Regionen. Dabei kommt auch das Problem der medienmäßig-künstlerischen Beschäftigung mit dieser komplexen Thematik zur Sprache.  

LEISER TOD IM GARTEN EDEN - DIE FOLGEN DER GOLFKRIEGE

Deutschland, 2015, 45 min, Dokumentarfilm, Regie Karin Leukefeld und Markus Matzel. 

Wo Euphrat und Tigris zusammenfließen, soll einst der Garten Eden gelegen haben. Doch hier hat es seit mehr als 30 Jahren keinen Frieden mehr gegeben mit tragischen Kriegsfolgen. Im Irak gibt es einen dramatischen Anstieg von Geburtsfehlern und Krebserkrankungen. Studien, die jedoch nicht anerkannt werden, sehen den Grund im Einsatz von Uranmunition.  www.leukefeld.net

Sonntag, 14.10.2018 - 19 Uhr  (Grossplanetarium) 

Anointed (Gesalbt) 

Marshall Islands, 2018, Directors Dan Lin & Kathy Jetnil-Kijiner, poem video, English, 6 min.

Art & Awareness: Ein kraftvoller, poetisches Film über das Vermächtnis der US-Atombombentests auf den Marshallinseln und über ein atomares Endlager (Runit-Dome) im Enewetak-Atoll. https://www.kathyjetnilkijiner.comhttp://www.danlinphotography.com

„Der Filmemacher Dan Lin und die Poetin Kathy Jetnil-Kijiner verstehen es meisterhaft, Natur, Poesie und atomare Versuche zu vereinen. In ihrem ergreifenden Gedicht klagt die Dichterin Kathy Jetnil-Kijiner die Kernwaffentests der USA in den 1940er und 1950er Jahren und ihre katastrophalen Folgen für das Bikini-Atoll an. Teils spricht sie ihr Gedicht als Voice-Over, teils steht sie vor der Kamera und wendet sich an den Betrachter. Sie fordert uns auf, hinzuschauen, wie das einstige Paradies, das vielen Menschen eine Heimat war, durch Menschenhand zerstört und für lange Zeit unbewohnbar wurde. So wortgewaltig wie das Gedicht, so ergreifend sind die filmischen Aufnahmen, die Dan Lin von Bikini gemacht hat. Seine Bilder verdeutlichen, wie aus dieser einst wunderschönen Insel ein gigantisches Grab aus Beton und Stahl wurde. Der Film und das Gedicht verdeutlichen eindrucksvoll, dass der einst paradiesische Lebensraum unwiederbringlich zerstört wurde.“ Filmempfehlung von Thomas Zandegiacomo Del Bel

Dignity at a Monumental Scale (Würde in einer monumentalen Dimension) 

USA, 2018, Regisseur & Produzent Kelly Whalen, Art-Dokumentation, Englisch, 8 min

Der Arzt Chip Thomas (alias Jetsonorama) lebte lange Jahre in der Four Corners Region im Südwesten der USA und behandelte die Opfer des Uranbergbaus.  Er war bei den Navajo als „Heiler anderer Art“ bekannt. Jahre später brachte er seine Fotos, Bilder des alltäglichen Navajo-Lebens in die Four Corners Region zurück und montierte sie in monumentalem Maßstab auf verlassene Gebäude, ehemalige Reklametafeln und Wassertürme. https://vimeo.com/261408010 

ONE HUNDRED YEARS OF URGEIRIÇA (Einhundert Jahre URGEIRIÇA)

UK / Portugal, 2016, Regisseur Ramsay Cameron, Produzent Molitor Productions, Dokumentarfilm, Englisch / Portugiesisch, deutsche Untertitel 52 min.

Der Film erzählt die 100-jährige Geschichte der Uranmine Urgeiriça im Norden Portugals. Urgeiriça war eine der ersten Uranminen weltweit lieferte radioaktives Material für die Atomforscherin Marie Curie nach Paris. Während des Zweiten Weltkriegs erkannten die britische und die amerikanische Regierung ihre strategische Bedeutung und investierten in die Uranmine, um Kernbrennstoff für ihre Atombomben zu liefern.  Später übernahm Portugal den Minenbetrieb und Portugals Diktator Salazar träumte davon, eine portugiesische Atomindustrie aufzubauen.  Schließlich sollte Urgeiriça Uran für ein von Saddam Hussein im Irak geplantes Atomkraftwerk liefern.  Heute ist die Mine stillgelegt und seine riesige Abraumhalde wird „saniert“, während radioaktive kontaminierte Opfer in Portugal auf Entschädigung drängen. https://vimeo.com/170159651

Regisseur Ramsay Cameron kommt aus Großbritannien nach Berlin.

 

Im Anschluss Preisverleihung

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FESTIVALSPIELORTE
ZEISS-GROßPLANETARIUM
Prenzlauer Allee 80, 10405 Berlin 
http://www.planetarium.berlin 
 
KINO IN DER KULTURBRAUEREI
Schönhauser Allee 36 / 10435 Berlin – Prenzlauer Berg
https://www.cinestar.de/berlin-kino-in-der-kulturbrauerei
 
FESTIVALPARTNER
Die Koalition zur Ächtung von Uranwaffen ICBUW (www.uranmunition.org), COOP Anti-War Kunstbar Café Berlin (www.coopcafeberlin.de), die Juristenvereinigung gegen Kernwaffen IALANA (www.ialana.de), die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW),  Sayonara Nukes Berlin, die Friedensglockengesellschaft Berlin (www.berliner-friedensglocke.de), das Zeiss-Großplanetarium und Cinestar Berlin www.cinestar.de.
 
FESTIVALUNTERSTÜTZER
Das Uranium Film Festival dankt seinen Spendern und Unterstützern insbesondere dem Umweltbundesamt, dem Stiftungsfonds Samenkorn Gerechtigkeit der GLS Gemeinschaftsbank, den Elektrizitätswerken Schönau (EWS) und Naturstrom. Nur dank ihrer Hilfe ist das Uranium Film Festival in Berlin möglich. Jede Spende ist willkommen!
 
FESTIVALKONTAKT INTERNATIONAL
International Uranium Film Festival
Rua Monte Alegre 356 / 301
Santa Teresa /  Rio de Janeiro / RJ
CEP 20240-190   /  Brasil
 
www.uraniumfilmfestival.org
Email: info@uraniumfilmfestival.org
PHONE: (0055) (21) 2507 6704
 
FESTIVALKONTAKT IN BERLIN
Jutta Wunderlich (Festivalproduzentin)
Telefon: 0172-8927879 
uraniumfilmfestivalberlin@gmx.de
 
FESTIVALGRÜNDER & DIREKTOREN
Márcia Gomes de Oliveira & Norbert G. Suchanek
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Wie alle Filmfeste hängt auch das Uranium Film Festival von Partnern, Sponsoren und privaten Spendern ab. Eintritts- und Fördergelder decken nur einen Teil der Kosten.

Jede Spende ist willkommen!

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